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Die Tragödie von Crans-Montana entwickelt sich zu einem der grössten Behördenskandale, die das Wallis jemals erlebte. Was hat das mit dem Kanton selbst zu tun?
Illustration Benjamin Güdel für NZZaS
Hoch über den Köpfen kreist ein schwarzer Rabe. Tief darunter, auf dem Platz vor der Kirche von Crans-Montana, erdrückt der Neuschnee jeden Ton. Mehrere hundert Einheimische stehen zusammen, Schulter an Schulter, und verfolgen vor einem Grossbildschirm die Trauerzeremonie für die Toten ihres Dorfes. Sie stützen, umarmen sich. Es ist ein tiefgehender Zusammenhalt, den man in der Woche nach dem verheerenden Brand überall in Crans-Montana spürt.
Doch es gibt im Wallis in diesen Tagen auch eine andere Seite des Zusammenhalts. Sie hat weniger mit solidarischem Zusammenstehen zu tun – und mehr damit, die Reihen zu schliessen. Zu mauern.
Dabei hat die Welt Fragen. Fragen an das Wallis.
Doch das Wallis antwortet nicht. Es sagt nicht, wie es möglich war, dass 40 junge Menschen in einer Bar verbrannten. Warum die Gemeinde das Lokal sechs Jahre lang nicht kontrollierte. Und wieso der Kanton nichts davon bemerkte.
Und schon gar nicht beantwortet das Wallis eine…
Ein Wolf im Jurapark Mont d'Orzeires. Bild: KEYSTONE
Der Kanton Wallis darf zwei Drittel der diesjährigen Jungwölfe aus den Rudeln Nendaz-Isérables und Les Toules abschiessen. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat die vom Kanton beantragte Regulierung der beiden Rudel bewilligt.
18.09.2026, 14:0618.09.2026, 14:06
Die Bewilligung gilt seit Freitag und läuft bis zum 31. Januar 2027, wie der Kanton Wallis mitteilte. Die entsprechenden Verfügungen wurden vom Walliser Volkswirtschaftsdirektor Christophe Darbellay (Mitte) unterzeichnet.
Der Kanton hatte Ende August beim Bafu die proaktive Regulierung von insgesamt fünf Wolfsrudeln beantragt. Neben der teilweisen Regulierung der Rudel Nendaz-Isérables und Les Toules will er die drei Rudel Nanz, Augstbord und Réchy-Anniviers vollständig entnehmen. Über diese Anträge hat das Bafu noch nicht entschieden.
Im Wallis waren Mitte September elf Wolfsrudel nachgewiesen. Bei den übrigen Rudeln seien die Voraussetzungen für eine proaktive Regulierung derzeit nicht erfüllt, hiess es weiter.
Mit den Eingriffen will der Kanton nach eigenen Angaben Konflikte in Gebieten vermindern, in denen Wölfe Nutztiere gerissen haben. Grundlage ist die seit Februar 2025 geltende Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel.
Je nach Entwicklung der Schäden an Nutztieren und der Wolfssituation könnte der Kanton Wallis weitere Anträge auf…