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"Zweiklassengesellschaft"
Aktualisiert am 16.09.2026, 10:56 Uhr
Der Hammerwerfer Merlin Hummel gewann bei der Premiere der "Ultimate Championship" in Budapest gleich sehr viel Geld. Trotzdem sieht er Anlass zur Kritik.
Hammerwerfer Merlin Hummel sieht nach seiner Krönung zum "Ultimate Champion" Anlass zur Kritik an dem neuen Leichtathletik-Format. "Es ist eine Zweiklassengesellschaft", sagte der 24-Jährige im Gespräch mit Sport1 und bezog sich damit auf die Nichtberücksichtigung zahlreicher Disziplinen. Hummel hatte am vergangenen Freitag für seinen Sieg in Budapest ein Preisgeld von 150.000 US-Dollar erhalten, andere Sportarten waren gar nicht erst dabei.
"Mir wäre es lieber, ich würde nur die Hälfte des Preisgeldes bekommen, dafür wären alle Disziplinen vertreten und würden entsprechend vergütet", sagte Hummel: "Technisch sollte das möglich sein." Er rechne in dieser Thematik noch mit durchaus "schärferer Kritik".
Die Straffung des Programms war allerdings eines der Hauptziele des Weltverbandes World Athletics bei Schaffung der Ultimate Championship. Ziel war ein kompaktes, fernsehfreundliches Format, an den drei Tagen fanden nur 28 Entscheidungen statt, dafür wurden etwa der Zehnkampf, Kugelstoßen, Diskuswurf oder Marathon gestrichen. Die Teilnehmenden lockte ein Rekordpreisgeld, insgesamt zehn Millionen US-Dollar wurden ausgeschüttet.
Hammerwerfer Merlin Hummel hat den lukrativen Sieg bei einer Leichtathletik-Premiere gefeiert. Der 24-Jährige gewann bei der erstmals ausgetragenen Ultimate Championship in Budapest am Abend der nächsten Stabhochsprung-Show des Schwedens Armand Duplantis. Für den Erfolg mit einer Weite von 81,46 Metern kassierte Hummel 150.000 US-Dollar (rund 129.000 Euro) Preisgeld. „Jetzt mal Gold zu holen, ist natürlich erfrischend und ich kann mich dran gewöhnen, definitiv”, sagte der EM-Zweite und Vizeweltmeister, der diesmal nicht zu schlagen war.
In dem Stadion, in dem das deutsche Team bei der WM vor drei Jahren bei der Medaillenvergabe leer ausgegangen war, siegte Hummel souverän vor dem ungarischen Europameister Bence Halasz, der den Hammer auf 80,30 Meter schleuderte.
Wie Hummel kürten sich vor 20.557 Zuschauern auch Stars der Szene bei den Duellen zwischen Weltmeistern und Olympiasiegern und anderen Topathleten zu einem sogenannten Ultimate Champion: Die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich gewann den Hochsprung und der Norweger Jakob Ingebrigtsen siegte über 5.000 Meter. Duplantis (6,20 Meter) ließ den Griechen Emmanouil Karalis (6,15) hinter sich. Die Weltrekordhöhe von 6,32 Metern meisterte der Schwede nicht.
Bis zum Sonntag geht es im Nationalen Leichtathletikzentrum in insgesamt 26 Einzel- und zwei Mixed-Staffel-Wettbewerben jeweils um den Titel des Ultimate Champion. Mit dem erstmals ausgetragenen…