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Ex-ARD-Chefredakteur Rainald Becker hat auf LinkedIn eine öffentliche Debatte über die Themensetzung der 20-Uhr-Tagesschau ausgelöst – und die Frage gestellt, die sich offenbar viele stellen: Was hat die Wiedereröffnung der Mokka-Milch-Eisbar in Berlin im „Flaggschiff der deutschsprachigen Nachrichtensendungen" zu suchen? Becker, 40 Jahre für ARD und SWR tätig, zuletzt als Chefredakteur, wundert sich öffentlich über Beiträge zu Lookmaxing, gedopten Sportlern und besagter Eisbar. „Ist das relevant? Hat das Nachrichtenwert? Was soll das?"
Tagesschau-Digitalchefin Juliane Leopold antwortet – allerdings nicht ganz so, wie Becker es sich wohl erhofft hatte. Statt auf die inhaltliche Kritik einzugehen, stellte sie fest: „Die Mokka-Milch-Eisbar nicht zu kennen, ist nicht schlimm, offenbart aber mindestens mal eine Wissenslücke über ostdeutsche Popkultur." Becker lässt das nicht durchgehen: „Ihre Einlassung geht aber auf meine Kritik nicht ein." Touché.
Rückendeckung bekommt Becker von Ulrich Deppendorf, einst Leiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios: „Das sind berechtigte Fragen. Über manche Ausgaben der 20-Uhr-Tagesschau wundere ich mich auch schon seit Längerem."
Für Ausgleich sorgt ARD-Korrespondent Gábor Halász, der die Ehre der Eisbar verteidigt: „Im Osten kann wohl fast jeder die Frage beantworten. Ist ein Stück Kulturgeschichte." Die Mokka-Milch-Eisbar als gesamtdeutsches Einigungsprojekt – wer hätte das gedacht.
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Einmal…